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Brüssel
7. Dezember 2001
Vorläufige nichtamtliche Übersetzung
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Treffen des euro-atlantischen
Partnerschaftsrats (EAPR) auf Ebene der Außenminister
Zusammenfassung
durch den Vorsitzenden
- Die Außenminister und Vertreter der Mitgliedsländer des
euro-atlantischen Partnerschaftsrats (EAPR) traten heute in Brüssel
zusammen.
- Der NATO-Generalsekretär unterrichtete den EAPR über die
wichtigsten Ergebnisse des Treffens des Nordatlantikrats vom 6. Dezember.
- Mit diesem Treffen des EAPR wird der zehnte Jahrestag der Partnerschaft
und Zusammenarbeit begangen. Im Dezember 1991 trat der Nordatlantische
Kooperationsrat zum ersten Mal zusammen, so dass die Mitglieder der
Allianz und ihre Partner sich gemeinsam den Herausforderungen der €ra
nach dem kalten Krieg stellen konnten. Die Minister stimmten überein,
dass während dieser letzten 10 Jahre die EAPR-Mitgliedsländer
eine echte Partnerschaft über die ehemaligen Gräben im euro-atlantischen
Raum aufgebaut haben.
- Die Minister stimmten auch darin überein, dass die Arbeit der
Partnerschaft keineswegs abgeschlossen ist. Sie bekräftigten die
EAPR-Erklärung vom Tag nach dem schrecklichen Angriff auf die Vereinigten
Staaten, in der diese brutalen Akte uneingeschränkt verurteilt
wurden, unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wurde, dass sie
einen Angriff auf die gemeinsamen Werte der Mitgliedsstaaten darstellten
und die das Versprechen enthielt, nichts unversucht zu lassen, um den
Terrorismus als eine Geißel der Menschheit zu bekämpfen.
Sie waren sich einig, dass der EAPR - eine einzigartige Koalition aus
46 Nationen von Nordamerika bis zu den Ländern Zentralasiens -
eine ganz entscheidende Säule der internationalen Koalition gegen
den Terrorismus darstellt und unterstrichen ihre Entschlossenheit, den
EAPR/PfP-Rahmen voll zu nutzen, um Informationen untereinander auszutauschen,
praktische Aktivitäten miteinander abzustimmen und dazu beizutragen,
ihre Einwohner vor dem Terrorismus zu schützen. In diesem Zusammenhang
billigten die Minister den neuen EAPR-Aktionsplan für die Jahre
2002 - 2004, der neue Kooperationsansätze im internationalen Kampf
gegen den Terrorismus umfasst.
- Die Minister tauschten ihre Ansichten über Entwicklungen in Südosteuropa
aus. Sie bekräftigten ihr Eintreten für ein friedliches, stabiles
und demokratisches Südosteuropa und verurteilten uneingeschränkt
alle Gewaltakte, ungeachtet ethnischer, politischer oder krimineller
Beweggründe.
- Die Minister begrüßten die positiven Entwicklungen in der
ehemaligen Republik Mazedonien sowie den abgestimmten und erfolgreichen
Ansatz der internationalen Gemeinschaft als Beitrag zur Lösung
der Krise. Die Minister begrüßten insbesondere den Beitrag
zum Friedensprozess durch die NATO-Operation ESSENTIAL HARVEST und die
weitere Rolle der TASK FORCE FOX zur Unterstützung von OSZE- und
EU-Beobachtern, die Annahme von Verfassungsänderungen für
das Land durch das Parlament und die von Präsident Trajkowski verkündete
Amnestie. Sie forderten alle beteiligten Parteien mit Nachdruck auf,
die in der Rahmenvereinbarung enthaltenen Reformen vollständig
umzusetzen.
- Die Minister begrüßten die Wahlen vom 17. November für
Gesamtkosovo als einen wichtigen Schritt zu einem friedlichen, multi-ethnischen,
multi-kulturellen und demokratischen Kosovo. Die Minister bekräftigten
ihr Engagement, Bosnien und Herzegowina zu dauerhaftem Frieden und Stabilität
zu verhelfen. Die Minister begrüßten auch die laufende Kooperation
unter regionaler Führung im Rahmen der Lenkungsgruppe für
Sicherheitskooperation in Südosteuropa (SEEGROUP - South East Europe
Security Cooperation Steering Group) sowie die auf den Weg gebrachte
Arbeit zur Reform des Sicherheitssektors auf der Grundlage des gemeinsamen
Dokuments zur Bewertung sicherheitspolitischer Herausforderungen und
Chancen in Südosteuropa (SEECAP - South East Europe Common Assessment
Paper on Regional Security Challenges and Opportunities).
- Die Minister erörterten die Entwicklung und Nutzung bestehender
EAPR/PfP-Mechanismen auf der Grundlage der ihnen vorgelegten Berichte.
Sie begrüßten die jüngsten Überprüfungsgespräche
über den gegenwärtigen Stand der erweiterten und operativeren
Partnerschaft sowie die Entscheidung zur Durchführung einer umfassenden
Überprüfung der Partnerschaft im nächsten Jahr. Sie stimmten
überein, dass durch diese Überprüfung zielgerichtet sichergestellt
werden soll, dass die Partnerschaft in der Lage ist, zukünftigen
Herausforderungen so effizient und effektiv wie möglich zu begegnen.
- Die Minister werden im Mai 2002 in Reykjavik erneut zusammentreten.
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